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Cottbus - Sachsendorf-Madlow |
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Stadt im Programm „Soziale Stadt“
Das Integrierte Handlungskonzept vom Juni 2001 wurde bestätigt. Es ist Grundlage für die Umsetzung des Programms und die Durchführung von Maßnahmen.
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Gebietsbeschreibung: |
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Das zwischen 1974 und 1986 im Süden von Cottbus entstandene Wohngebiet gliedert sich in 4 Quartiere, die sich um die “Grüne Mitte“, ein Kleinsiedlungsgebiet mit Einfamilienhäusern und einzelnen Punkthochhäuser, anordnen. Es ist die größte Plattenbausiedlung des Landes Brandenburg. Der Stadtteil ist von einer fünf- und sechsgeschossigen Blockbebauung in industrieller Bauweise und acht- sowie elfgeschossigen Hochhäusern geprägt.
In der zugleich größten Großwohnsiedlung im Land Brandenburg wird die Altersstruktur der Bevölkerung durch die großsiedlungstypische “demographische Welle“ charakterisiert. Gegenüber der Gesamtstadt dominieren zur Zeit die 35- bis 50-jährigen Bewohner mit ihren 15 bis 24 Jahre alten Kindern. Aufgrund des Verlusts von Arbeitsplätzen im Kohlebergbau nach der Wiedervereinigung und der negativen demographischen Bevölkerungsentwicklung sind im Wohngebiet deutlich sinkende Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Der Wohnungsmarkt im Gebiet ist durch eine hohe Fluktuationsrate sowie eine hohe Leerstandsquote gekennzeichnet. Anzeichen einer sozialen Segregation sind vorhanden.
Städtebauliche Defizite sind die überdimensionierten Verkehrsachsen und der große Hochhausanteil. Auch die Freiflächen und Grünbereiche bedürfen einer Qualifizierung, um das Wohnumfeld und damit die Innen- und Außenwahrnehmung des Stadtteils zu verbessern.
Sachsendorf-Madlow ist eines der Cottbuser Schwerpunktgebiete des Stadtumbaus.
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Gesamtzielstellung / Maßnahmeschwerpunkte: |
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Städtebauliches Leitbild ist „Vom peripheren Wohngebiet zum integrierten Stadtteil“. Untersetzt wird es durch folgende Entwicklungsziele:
- Gemeinwesen stärken, Sozialstruktur stabilisieren
- Stadtumbau sozialverträglich und in hoher Qualität betreiben
- Stadtteil ökologisch erneuern
- Wohnen und Arbeiten enger verbinden
- Ressortübergreifendes Handeln befördern
Diese Ziele werden durch 26 Unterpunkte qualifiziert. Leuchtturmprojekt ist die Umgestaltung einer Kindertagesstätte zum soziokulturellen Zentrum. In Verbindung der Themen der Sozialen Stadt mit den Fragen des Stadtumbaus wurden unter dem Motto Sozialer Stadtumbau zahlreiche Projekte realisiert. Es gelang unterschiedliche Partnerinnen und Partner als Projektträgerinnen und Projektträger einzubinden. Hervorzuheben sind die Projekte Bildungsmanagement in Sachsendorf-Madlow in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lausitz und die Freiwilligenagentur des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Die meisten Projekte setzen auf intensive Beteiligung der im Gebiet vertretenen Gruppen (Kinder- und Jugendliche, Migrant/innen ). Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit wird durch die Stadtteilzeitung betrieben.
Einige der Projekte sind unter Publikation der Städte/Cottbus vorgestellt.
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Organisationsstruktur: |
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Stadtteilmanagement im Gebiet bedeutet die Zusammenarbeit von Sanierungsträger, Stadtteilmanager und einer fest benannten Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung. In einer Arbeitsgruppe erfolgt die Steuerung der Gesamtgebietsentwicklung. Die kontinuierliche Einbeziehung aller Akteure im Gebiet und in der Verwaltung wird über weitere Steuerungs- und Arbeitsgremien für die Sanierungstätigkeit und das Programm Soziale Stadt gewährleistet.
Stadtteilmanager Die Aufgaben des Stadtteilmanagers umfassen die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung der BewohnerInnen und Initiativen sowie die Projektentwicklung und die Fortschreibung des Projektkataloges des Handlungskonzeptes.
Lenkungsrunde Die Lenkungsrunde ist das Informations- und Diskussionsgremium für die lokalen AkteurInnen und hat empfehlenden Charakter.
Koordinierungsrunde und Planerrunde Unter Einbindung des Stadtteilmanagements erfolgt die Gesamtkoordination der Aufgaben im Sanierungsgebiet, Maßnahmeprioritäten werden gesetzt und Anträge behandelt. Entscheidungen über planerische Aufgabenstellungen werden getroffen.
AG Soziale Stadt Die Arbeitsgruppe Soziale Stadt soll auf der Dezernentenebene Aufgaben wie ein gesamtstädtisches Monitoring hinsichtlich Segregationstendenzen in den Stadtbereichen und die Entwicklung ressortübergreifender Schlüsselprojekte und Handlungsstrategien für eine „Soziale Stadt“ wahrnehmen.
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Statistische Daten: |
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| Indikator |
Gesamtstadt |
Gebiet |
| Gebietsgröße (in ha) |
k.A. |
310,00 * |
| Einwohnerzahl |
108.241 |
19.062 / 17% |
| Wanderungssaldo (gegenüber Vorjahr) |
-16 % (1993-2000) |
-37% (1993-2000) |
| Wohnungsbestand (Anzahl WE) |
60.655 |
12.057 / 20% |
| Leerstand (Anzahl WE) |
9.000 / 14,8 % |
3.040 / 26 % |
| Arbeitsplätze |
k.A. |
k.A. |
| Arbeitslose (Personen / %) |
10.341 / 16.8% |
3.834 (1998) |
| Sozialhilfeempfänger (Personen / %) |
3% |
1.016 / 5% |
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(Daten, wenn nicht anders vermerkt: Integriertes Handlungskonzept 06/01) (* offizielle Gebietsgröße) |
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Kartenmaterial: |
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Lage des Gebietes in der Stadt
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