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"Soziale Stadt"
 
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Eberswalde - Brandenburgisches Viertel
Logo des Programms Soziale Stadt
 
Stadt im Programm „Soziale Stadt“

Das Integrierte Handlungskonzept vom Oktober 2002 wurde bestätigt. Es bildet die Grundlage für die Umsetzung des Programms und die Durchführung von Maßnahmen.
 
 
Gebietsbeschreibung:
Luftbild klein als Bildlink

Das in vier Bauabschnitten von 1978 bis 1989 westlich der Innenstadt entstandene Wohnquartier Brandenburgisches Viertel ist der jüngste Stadtteil von Eberswalde. In der gleichzeitig größten Plattenbausiedlung der Stadt konnten auch die in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Infrastruktur- und Wohnumfeldverbesserung den monotonen Gesamteindruck vom Gebiet nur in Teilbereichen ausgleichen; das Brandenburgische Viertel gilt in Eberswalde als unbeliebt. Zum Fördergebiet gehört außerdem das in den 90er Jahren entstandene Wohnareal entlang der Spechthausener Straße, welches durch dreigeschossigen Mietwohnungsbau und eine Reihenhausanlage gekennzeichnet ist.

Die weitgehend homogene Bebauungsstruktur des Brandenburgischen Viertels, geprägt durch fünf- bis sechsgeschossige Wohngebäude, bedarf weitergehender Gestaltungsmaßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Wohngebiets. Während ein Mangel an Einrichtungen der kulturellen Infrastruktur besteht, ist das Gebiet mit sozialer Infrastruktur gut ausgestattet. Auch die Einkaufsmöglichkeiten mit Waren des täglichen Bedarfs sowie die Verkehrsanbindung des Gebiets sind als Potenziale hervorzuheben.

Im Gebiet lassen sich eine hohe Leerstandsquote sowie eine hohe Fluktuationsrate verzeichnen. Bei der zuziehenden Bevölkerung ist ein zunehmender Anteil an sozial schwächer gestellten Haushalten zu beobachten. Weiterhin ist die Sozialstruktur des Gebietes durch eine im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittliche Bevölkerungsdichte sowie einen hohen Anteil an Jugendlichen zu charakterisieren.

Der hohe Wohnungsleerstand macht das Brandenburgische Viertel zu einem Schwerpunkt des Stadtumbaus.  Die Stadt verfolgt das Ziel, das Wirken der Programme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau-Ost“ im Gebiet miteinander zu verknüpfen.

 
Gesamtzielstellung / Maßnahmeschwerpunkte:
Gebietsfoto klein als Bildlink

Ziel des Handelns im Gebiet ist der Aufbau sich selbst tragender, stabiler Strukturen in Form eines Netzwerkes („Netzwerk Zukunft“), das eine sozial verantwortliche und zukunftsorientierte Entwicklung vorbereitet, begleitet und permanent erneuert. Konkret bedeutet das, potenzielle und vorhandene Akteure der Quartiersentwicklung zueinander zu bringen, ihnen Aktionsfelder und –räume anzubieten und damit eine Verflechtung und Optimierung des Angebotes auf sozialem, kulturellem, wirtschaftlichem und ökologischem Gebiet zu erreichen.

Projekte sollen in folgenden Handlungsfeldern realisiert werden:

  • Wohnen
  • Wohnumfeld und Ökologie
  • Lokale Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung
  • Soziale, bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur
  • Bürgermitwirkung, Stadtteilleben
  • Aufbau von Organisationsstrukturen und Umsetzung des Programms.

Eines der Schlüsselprojekte ist der Umbau eines ursprünglich als Kita bzw. Hort genutzten Gebäudes zum Bürgerzentrum „Gestiefelter Kater“. Über weitere aktuelle Projekte im Soziale-Stadt-Gebiet informiert die Stadtteilzeitung "Einblicke - Ausblicke".
Über die im Rahmen des Programmes "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) realisierten Projekte werden Sie unter http://www.eberswalde-soziale-stadt-los.de/index.html informiert.

 
Organisationsstruktur:
Organigramm Icon

Anlaufstelle vor Ort ist für die BewohnerInnen des Brandenburgischen Viertels seit Oktober 2003 das Kontaktbüro Soziale Stadt, das von einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung geleitet wird.

Eine Lenkungsgruppe, die sich aus VertreterInnen der Stadtverwaltung (Projektsteuerungsdienst; Amt für Jugend, Kultur und Sport), der Wohnungsunternehmen, der ortsansässigen Gewerbetreibenden und der sozialen Einrichtungen zusammensetzt, koordiniert die Umsetzung des Programms.

Mit dem Aufbau eines Stadtteilbeirates/Sprecherrates im Mai 2003 wurde eine stadtteilbezogene Umsetzungsstruktur geschaffen. An der Tätigkeit des Sprecherrates beteiligen sich außer den Mitgliedern des Lenkungskreises auch die MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung aus den Bereichen Stadtplanung/Bauamt und Kita/Schule, das Quartiersmanagement, das Studentenwerk, VertreterInnen von Bürgerinitiativen und örtlichen Interessenverbänden sowie VertreterInnen von Wirtschaftsverbänden. Darüber hinaus sind KirchenvertreterInnen, übergeordnet tätige PartnerInnen (wie z. B. das Arbeitsamt) und BewohnerInnen des Gebietes im Sprecherrat aktiv. Im Sprecherrat wird über eingereichte Projekte im Rahmen kleinteiliger Maßnahmen und der Öffentlichkeitsarbeit beraten und entschieden. Der Sprecherrat tagt einmal monatlich.

 
Statistische Daten:

   
Indikator Gesamtstadt Gebiet
Gebietsgröße (in ha) 5.820 82,00 **
Einwohnerzahl 43.458 8.772 (3/2002)
Wanderungssaldo (gegenüber Vorjahr) k.A. k.A.
Wohnungsbestand (Anzahl WE) ca 23.000 (Sozialstudie 3/99) 5.312 (6/02)
Leerstand (Anzahl WE) 18 % * 26 % *
Arbeitsplätze 17.335 (6/99) ca. 300 (ohne öffentliche Arbeitsplätze)(Sozialstudie 3/99)
Arbeitslose (Personen / %) 24,6 % k.A.
Sozialhilfeempfänger (Personen / %) 1623 / 3,7 % (7/2002) 9 % (7/2002)
(*bezogen auf die Wohnungsbestände der WHG und WBG)
(** offizielle Gebietsgröße)
(Daten, wenn nicht anders vermerkt: Integriertes Handlungskonzept 10/2002; Stand: 2001)
 
 
Kartenmaterial:

 
Karte Lage des Gebietes in der Stadt als Bildlink
 

Lage des Gebietes in der Stadt
 


 
 
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